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Mitgliederversammlung 2019

Fast 500 000 Kilometer im Dienst am Menschen zurückgelegt

Mitgliederversammlung der Kirchlichen Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn – „Jahr der Umstrukturierungen“ gut bewältigt.
Treue Mitarbeiter der Kirchlichen Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn wurden geehrt. Foto: Adrian Brosch

Walldürn/Hardheim. (adb) „Zuhause pflegen, helfen und beraten“: So lautet das Leitmotto der Kirchlichen Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn, deren Mitgliederversammlung am Dienstag im Pfarrheim Hardheim stattfand. Ehrungen Sozialstation 2019 Ausschnitt web

Geehrt wurden Gabi Otto, Gerlinde Braun, Andrea Kujus, Jana Hartmann, Ute Diehl, Gerlinde Keller, Christiane Hirt, Andrea Böhrer, Jutta Hefner, Sandra Rohmann, Andrea Wüst sowie Christel Braun. Das Bild zeigt sie mit Bernhard Berberich und Pflegedienstleiterin Martina Weimann sowie Stellvertreterin Heidi Sack.

© Adrian Brosch

Vorsitzender Bernhard Berberich widmete sich ausführlich dem früheren „Menü-Service“, der nun mit zehn Mitarbeitern und über 100 Kunden als „Frische-Mobil-Service“ firmiert und seine Einführungsphase gut abgeschlossen habe. Trotz guter Akzeptanz – 2019 stiegen die Auslieferungen um fünf Prozent an – sei eine volle Kostendeckung vorläufig nicht zu erwarten.

In selber Höhe stiegen die Umsätze der ambulanten Pflege, wobei der Personalaufwand der größte Aufwandsfaktor sei: „Gewisse Engpässe in Pflege und Betreuung sind nicht zu leugnen“, hielt Berberich fest. Irina Ebert durchläuft die Ausbildung zur Case-Managerin, während Pflegelehrer Ralf Bundschuh peu à peu auch kaufmännische Aufgaben übernimmt und die Ausbildung zum staatlich anerkannten Sozialfachmanager absolvierte. Berberich dankte allen Mitarbeitern: „Durch ihr Tun tragen sie zum guten Ruf der Sozialstation bei.“

Der Bericht von Pflegedienstleiterin Martina Weimann wurde von Zahlen dominiert: So wurden im Schnitt 620 Personen ambulant versorgt; insgesamt gab es 2018 mehr als 102 000 Einsätze. Dazu kamen 805 Pflegeberatungseinsätze. In der Kinderkrankenpflege wurden sieben Kinder versorgt. In der hauswirtschaftlichen Versorgung arbeiten derzeit acht Mitarbeiter mit fünf Touren an Werktagen und einer Wochenendtour. Weiter werden 50 Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz – darunter Demenzpatienten – von sechs Fachkräften betreut. Die Tagespflege im Walldürner „Haus der offenen Tür“ besuchen derzeit 53 Gäste; pro Tag sind durchschnittlich 18 Personen anwesend, die von 19 Mitarbeitern betreut werden. Der Fuhrpark umfasst 34 Fahrzeuge, die 491 000 Kilometer zurücklegten.

Aktuell sind drei Auszubildende im Dienst; eine Person leistet ihren Bundesfreiwilligendienst ab. Schließlich stellte Vorsitzender Berberich die Jahresrechnung 2018 und den Bericht der Jahresabschlussprüfung vor, um auch die Entwicklung der Personalkosten und Pflegeerträge 1996 und 2019 zu präsentieren – aktuell sei ein Saldo von 294 000 Euro festzustellen. Das Jahresergebnis für 2018 liegt bei 38 362 Euro inklusive den Mitgliedsbeiträgen der Trägerpfarreien. Die Jahresplanung umfasst Erträge in Höhe von 2 866 200 Euro und Aufwände von 2 885 400 Euro.

Reine Formsache war die Entlastung des Vorstands, die Bürgermeisterstellvertreter Eric Bachmann mit dem Lob für die „umfangreiche Hilfe seit über 40 Jahren zum Wohle des Menschen“ verband.

Ein Grußwort seitens des Caritasverbands sprach Pfarrer Werner Bier, der ein Plädoyer zum Fortbestand der segensreichen Sozialstation ablieferte. Berberich dankte für die gute Zusammenarbeit und bezeichnete 2019 als „Jahr der Umstrukturierungen auf vielen Ebene“, in dem durch Engpässe bei der Gewinnung von Fachpersonal gewisse Wachstumsgrenzen erreicht wurden und organisatorische Maßnahmen getroffen wurden, um die Arbeitsabläufe weiter zu verbessern.

Geehrt wurden im Anschluss Gabi Otto, Gerlinde Braun, Andrea Kujus, Jana Hartmann, Ute Diehl (jeweils zehn Jahre), Gerlinde Keller, Christiane Hirt, Andrea Böhrer (jeweils 15 Jahre), Jutta Hefner, Sandra Rohmann, Andrea Wüst (jeweils 20 Jahre) sowie Christel Braun (25 Jahre), denen Bernhard Berberich und Pflegedienstleiterin Martina Weimann nebst Stellvertreterin Heidi Sack mit Präsenten gratulierten.

© Adrian Brosch (RNZ)


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