Advent in der Senioren-Tagespflege Walldürn

Diese Bretterkrippe, Foto auf der nächsten Seite, gefertigt von Rudi Knaus aus Tauberbischofsheim ist in starker Anlehnung an die Bretterkrippe von Sieger Köder in Hinterbrand bei Ellwangen entstanden. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers dürfen wir eine Foto-Reproduktion dieser Krippe vor unserer Senioren-Tagespflege aufstellen. Die Betreuungskräfte beziehen dieses Bild in der Adventszeit regelmäßig in ihre Impulse mit den Tagesgästen ein und erzählen die Weihnachtsgeschichte immer auch mit einem Bezug zu unserer Region und zu den Menschen die hier leben.

Bretterkrippe nennt man diese Art der Krippen, die nicht voll figürlich, sondern auf sehr einfache Art aus Brettern ausgesägt, bemalt und zusammengebaut worden sind. Sie haben eine lange Tradition und standen früher abseits der Kirchen, sozusagen als Ersatzkrippen, und ermöglichten Christen, am Weihnachtsgeschehen teilzunehmen.

Um zu betonen, dass das neugeborene Christuskind in einer jüdischen Familie zur Welt kam und zeitlebens ein gläubiger Jude war, wird es in dieser Krippendarstellung in einen jüdischen Gebetsschal gewickelt dargestellt. (…denn das Heil kommt von den Juden“, Joh. 4.22)

Und mehr noch: die jüdische Heilige Familie wird von einer christlichen Familie aus der heutigen Zeit besucht – ein wichtiges und hoffnungsfrohes Bild nach den Ereignissen im vergangenen Jahrhundert.

Das schmiedeeiserne Kreuz im rückwärtigen Fenster weist auf den gewaltsamen Tod hin, den Jesus später erleiden musste, um uns Menschen den Zugang zu Gott trotz unserer Sünden zu ermöglichen.

Der Erlöser Jesus hat uns durch sein Vorbild und durch seine Lehre (die Frohe Botschaft) die Möglichkeit erschlossen, einen Umgang der Wärme und Liebe untereinander zu pflegen, die uns aus der Herzenskälte herausführen kann.

Die zu überwindende Kälte wird in dieser Krippendarstellung durch den eisigen Schnee symbolisiert, der Landschaft und Stadt, die wir durch das Fenster sehen können, bedeckt.

Der Künstler hat mit der Abbildung seiner Heimatstadt Tauberbischofsheim, (Türmersturm und Martinskirche) der Krippendarstellung einen regionalen Bezug gegeben. Das macht dem Betrachter deutlich, dass das Weihnachtsgeschehen mit seiner Botschaft und seinem Auftrag überall wirkt, auch hier und jetzt. Jeder kann sich in dieser Darstellung und in dieser Familie wiederfinden, jeder mit seinen Gaben oder mit seinem Lasten und Beschwerden.

Bildbeschreibung nach Rudi Knaus, Tauberbischofsheim

Wir denken dem Künstler für die freundliche zur Verfügungstellung der Bildrechte an die Kirchliche Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn e.v.

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